Führung Zivilschutzbunker

Heute habe ich mit meinen Freunden eine der interessantesten Führungen in Köln gemacht! 🤩 Wir haben den Zivilschutzbunker Köln-Kalk besucht. Der Bunker befindet sich in der U-Bahn-Station Kalk Post. Ich bin schon so oft daran vorbeigelaufen und hatte immer gedacht, die Metalltür würde zu einem Elektronikraum o. Ä. führen. 😅

Der 1979 erbaute Bunker war für 2.366 Personen ausgelegt und sollte im Falle eines Atomkriegs Schutz für bis zu 14 Tage bieten. Er war jedoch nicht dafür konzipiert, einen direkten Atomwaffentreffer zu überstehen, sondern sollte vor herabfallenden Trümmern und radioaktiven Niederschlägen schützen. Heute gilt der Bunker als eindrucksvolles Relikt des Kalten Krieges und ist die einzige vollständig erhaltene Zivilschutzanlage in Köln.

Die Anlage hätte im Ernstfall mit gasdichten Tunnelabschlüssen hermetisch verschlossen werden und durch rund 40 Zentimeter dicke, gepanzerte Stahltüren abgeriegelt werden können. Hinter den 1,40 Meter dicken Betonwänden des eigentlichen Bunkers führt ein rund 75 Meter langer Gang zu den Räumen, in denen die Versorgung der Menschen geplant war. Dazu gehörten ein Erste-Hilfe-Raum, eine Krankenstation – sogar für kleinere Operationen ausgelegt – sowie insgesamt 354 vierstöckige Sitz-Liege-Kombinationen und Lebensmittelrationen. Auf 4.000 Quadratmetern standen jeder Person nur etwa 1,7 Quadratmeter zur Verfügung.

Unser Bunkerführer erzählte uns auch, dass es auf diesem engen Raum sicherlich schnell zu Auseinandersetzungen gekommen wäre. Aus diesem Grund hatte man die Wände in einem „beruhigenden“ Orangeton gestrichen, um die Menschen zu entspannen. 😅🤣 Jaaaa, genau deshalb hat mein Blog auch diese Farbe. 😄🍊

Der Bau des Zivilschutzbunkers Köln-Kalk kostete damals etwa sieben Millionen Mark. 🤑 Doch trotzdem hätte er seinen Zweck als Schutzraum nur unter sehr speziellen Umständen erfüllen können – nämlich dann, wenn ein Atomangriff bereits zwei Wochen im Voraus angekündigt worden wäre. Nur so hätte die notwendige Bedienmannschaft rechtzeitig eintreffen und die Anlage in Betrieb nehmen können. Zudem bleibt die Frage offen, wie ein Überleben nach dem Verlassen des Bunkers in einer zerstörten und radioaktiv belasteten Umgebung überhaupt möglich gewesen wäre. 😆

Seit 2005 ist der Bunker nicht mehr im Dienst.

Wie bereits erwähnt, war das wirklich eine der interessantesten Führungen, die ich in Köln mitgemacht habe! Ich hatte nicht gedacht, dass sich hier, versteckt in der U-Bahn, eine top erhaltene Bunkeranlage befindet. Die Führung findet in kleinen Gruppen statt, wodurch man sich alles in Ruhe anschauen und gut den Erzählungen des Bunkerführers folgen kann. 😊 Nachteil ist jedoch, dass die Termine immer sehr schnell ausgebucht sind. Auch wir mussten Monate im Voraus buchen. 🙈

Hast Du es bereits geschafft, den Zivilschutzbunker zu besichtigen? Hat es Dir auch gefallen?

Deine Alexandra 😊

Informationen zur Führung:

  • Webseite Bunker Köln-Kalk
  • Wann: Führungen finden immer am ersten Sonntag des Monats statt. Aber ihr müsst schnell sein!
  • Eintritt: kostenlos

Informiere Dich vorab am besten nochmal auf der Webseite oder direkt telefonisch bevor Du hingehst, falls sich etwas geändert haben sollte. 

Hier geht’s zu meinen anderen Bunkererlebnissen: 😁

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